Grunwald & Grunwald // Architektur und Städtebau

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Nordufer Zwenkauer See – Leipzig, Hartmannsdorf-Knautnaundorf

Städtebaulich landschaftsplanerischer Wettbewerb

Grundidee für die Entwicklung ist ein landschaftsarchitektonisches und funktionales Gerüst, welches das Nordufer in fünf Raumzonen gliedert.

1.         Wald
2.         Campingplatz - Seeterrassen - Ferienhausgebiet
3.         Promenade
4.         Seeufer - Strand - Hafen
5.         See

Die Raumzonen sind landschaftlich geprägt. Sie werden durch ein leicht geschwungenes, landschaftliches Linienspiel gebildet. Der Dialog von Weite und Dichte von Horizont und Nähe wird zum Markenzeichen des Entwurfs. Die Zonen können bedarfsgerecht angepasst werden und sind in ihrer Ausgestaltung variabel. Die zentrale Erschließung erfolgt über die Seeachse, die das Gesamtareal gliedert.

Seeterrassen

Der räumliche Schwerpunkt des Nordufers sind die Seeterrassen, die sich im Schnittpunkt von Seeachse und Promenade befinden. Die geschwungene Gebäudeanordnung schafft einen zum See geöffneten Freiraum, der Treffpunkt, Anlaufstelle, Orientierungspunkt und Ort für Kommunikation zugleich ist. Der Bereich in Verlängerung der Seeachse ist städtisch geprägt. In Grün eingebettete informelle Spiel- und Sportfelder, Freisitze und Aussichtsterrassen prägen den Charakter des Ortes. Der weite Seeblick ist das Markenzeichen der Seeterrasse und ihrer Gebäude. Westlich der Seeachse befinden sich Versorgungseinrichtungen, Sportzentrum und Segelklub. Dieser Gebäudeteil wird bis auf das natürliche Gelände abgesenkt. Eine öffentlich begehbare Aussichtsterrasse über dem Lebensmittelmarkt ist Attraktion und Treffpunkt zugleich. Im östlichen Bereich sind Gastronomie, Hotel, Spa- und Wellnessbereiche angeordnet. Das Hotel im östlichen Bereich der Seeterrassen wird mit einem dreigeschossigen Kopfbau versehen, der den Raum fasst und definiert.

Ferienhausgebiet

Das verkehrsberuhigte Ferienhausgebiet (185 WE) profitiert von der leichten Topographie im östlichen Bereich. Die zum Seeufer längs gerichteten süd-west orientierten Ferienhäuser verzahnen sich durch ihre leicht versetzte Anordnung mit der Landschaft. Durch die Gebäudeanordnung werden gemeinschaftliche und individuelle Freiräume geschaffen und ein öffentlicher Spielplatz ausgebildet. Stichwege kreuzen das Areal und stellen eine kurze Verbindung zur Promenade her. Die Haustypen variieren durch ihre Größenordnung (60-140 m2 Grundfläche), wobei die größeren Ferienhäuser im östlichen Bereich angeordnet sind. Alle „Promenadenhäuser“ haben einen direkten Zugang zum Strand/Seeufer. Die Ferienhäuser selbst sind energetisch optimiert und erhalten ein Satteldach und eine Holzverschalung.

Campingplatz

Der Campingplatz wird geprägt durch eine leicht geschwungene interne Erschießung. Ein strenges Raster von Stichwegen gliedert die Parzellen und stellt direkte Verbindungen zur Promenade her. Der Campingplatz bietet Raum für ca. 200 Zelte, wobei eine zentral gelegene Zeltwiese freie Anordnungen von Zelten ermöglicht. Der Caravanhafen mit ca. 75 Plätzen ist in der Nähe des Eingangs angeordnet, um die Verkehrsbelastung im Gebiet zu reduzieren.

Promenade

Die Promenade ist als geschwungenes Landschaftsband konzipiert, welches durch zwei Rondelle definiert wird. Die Rondelle schaffen besondere Orte: Baumrondell als introvertierter Ort; offenes Ronedell als Point de vue vor dem See. Durch ihre leicht erhöhte Lage zum Stand ermöglicht sie das Erlebnis von Weite und Horizont. Sie dient dem Landschaftsgenuss und ist repräsentativer Spazierweg und Route für Jogger und Skater zugleich.

Seeufer - Strand - Hafen

Das Seeufer ist landschaftlich geprägt. Vor dem Ferienhausgebiet im Osten wird ein großzügiger Bade- und Freizeitstrand vorgeschlagen. Der Übergang zum Hafen bildet ein Mammutbaumhügel, der als Landmark fungiert. Westlich des Hafens befindet sich in Nachbarschaft zum Campingplatz und Segelklub der Sport-Strand. Beide Strände erhalten einen Bootsanleger und eine einfache Gastronomie. Der Hafen - mit über 50 Wasserliegeplätzen und einer Anlagestelle für die Santa Barbara - wird als Schwimmsteg in Verlängerung der Seeachse gebildet. Eine aufgeschüttete Mole sichert den Hafen gegen Wellenschlag und Wind.


Leistung:

Entwicklung einer optimalen städtebaulichen und landschaftsarchitelktonischen Konzeption für einen geplanten Tourismusstandort mit Imagebildung.
Aussagen zur künftigen Bautypologie bezogen auf die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen und Standortlagen


Fakten:

Gesamtplanungsgebiet ca. 40 ha
Bearbeitung 2013

Zusammenarbeit mit Häfner/Jimenez, Büro für Landschaftsarchitektur, Berlin


Auslober:

Zweckverband Neue Harth
mit Sächsisches Seebad Zwenkau GmbH & Co.KG


www.neue-harth.de

www.zwenkauer-see.com