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Harthweide – Kap Zwenkau

Städtebauliches Gutachterverfahren

Die städtebauliche Idee für die Entwicklung der Harthweide leitet sich aus dem sensiblen Umgang mit der vorhandenen Topographie ab. Während im Bereich der nördliche angrenzenden „Neuen Quartiere“ die Topographie leicht modelliert wurde, um vielfältige Blickbeziehungen auf den See zu ermöglichen und die Baufeldgrößen zu optimieren, wird der südliche Bereich mit einer anderen Haltung entwickelt. Bereits heute ist das Plangebiet durch landschaftliche Weite und Großzügigkeit geprägt. Markant ist der leicht geschwungene Seerundweg, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Die vorhandene Topographie und der elegant geschwungene Weg sollen als Markenzeichen des Entwurfs erhalten bleiben. Eingriffe in den natürlichen Geländeverlauf werden minimiert.

Der Seerundweg wird als Haupterschließung ausgebaut. Aufgrund der großen Baufeldtiefe wird eine weitere, auf die Topographie abgestimmte Wohnstraße vorgeschlagen, die vor allem die Seegrundstücke erschließt. Beide leicht geschwungenen, in Nord-Südrichtung verlaufende Linien werden durch den verlängerten Großdeubener Weg zusammengeführt. Der Großdeubener Weg wird beidseitig mit Orthogonal-Stellplätzen ausgestattet. Alle weiteren in Seerichtung verlaufenden Erschließungen haben den Charakter von verkehrsreduzierten Spielstraßen bzw. Geh- und Radwegen. Durch die Fortsetzung des oberen Panoramaweges und die Quervernetzung gelingt es, die bereits vorhandenen Siedlungsbereiche Zwenkaus mit der Harthweide zu verbinden und einen Zugang zum Seeufer zu ermöglichen. Am Ende des Großdeubener Weges wird ein kleiner „Quartiersplatz am See“ vorgeschlagen, der den Zwenkauern einenweiteren Zugang zum See ermöglicht, sich allerdings in seiner Bedeutung zurücknimmt und keine Nutzungskonkurrenz zum Hafen darstellt.

Der bereits vorhandene Harth-Grünzug wird nach Süden fortgeführt und durch einen „Panoramaweg“ qualifiziert. Der vorhandene Aussichtspunkt bleibt als „ruhiger Ort“ erhalten und dient dem Verweilen und Ausruhen. Unter dem Stichwort „Spielen unter Bäumen“ werden im Grünzug aktive Spielangebote für Kinder und Jugendliche angeordnet. Weitere Spielangebote für Kinder befinden sich im Bereich der „Grünen Quartiersmitte“ in Nähe der erforderlichen Retentionsflächen. Die „Grüne Quartiersmitte“ hat Verweil- und Aufenthaltsqualität. Sie ist in das Fußwegenetz eingebunden und profitiert von der Nähe zur benachbarten Kindertagesstätte.


Leistung:

Erarbeitung der städtebaulichen und landschaftlichen Konzeption
Architektonische Ausarbeitung und Konkretisierung der Seebebauung


Fakten:

Mehrfachbeauftragung, 2. Preis
Wohnquartier mit individueller Wohnhausbebauung
Kindertagesstätte für 150 Kinder
Gesamtfläche ca. 12,3 ha (Optionale Erweiterung ca. 2,0 ha)

Zusammenarbeit mit Lanzendorf - Landschaftsarchitektur, Leipzig


Auslober:

Sächsisches Seebad Zwenkau GmbH & Co. KG


www.zwenkauer-see.com